Nach oben

Liebe Besucher meiner Astronomie-Fortsetzungen.

Über die zahlreichen Besuche auf meinen Seiten zum versuchten Einstieg in die Astronomie habe ich mich gewundert und gefreut. Daher fühle ich mich zu einer kleinen Erklärung für mein langes Schweigen veranlasst.

Der Hauptgrund - und damit hatte ich eigentlich gar nicht gerechnet - ist das Wetter im letzten halben Jahr. Inzwischen ist mir aber bewusst geworden, warum sich viele Sternfreunde mit dem frommen Wunsch "clear skies" verabschieden. Da kann man, wenn einem die Tugend der Geduld nicht in die Wiege gelegt wurde, doch leicht nervös werden, insbesondere, wenn man einige interessante Vorhaben hatte, die sich dann wegen der vielen Wolken einfach nicht durchführen lassen.

Ich möchte nur ganz kurz erwähnen, was ich noch vorhabe, damit Sie sehen, dass ich durchaus eine gewisse Verantwortung spüre, meine gewogenen Leser nicht zu enttäuschen :

Da für mich der Hauptaspekt der Astronomie immer noch der Sternenhimmel als herrlicher Vorrat an Wegmarken für meine weiteren Interessen (Vermessungskunde und Navigation) ist, gehen meine Pläne ganz natürlich in diese Richtung. Ich möchte nämlich mit meinem schönen Fernrohr auch am Tage diese Wegmarken anpeilen können.

Die Orientierung am Nachthimmel mit dem LX200 ist ja kein Problem. Es genügt, wenn man dem Teleskop zwei Sterne "zeigt" - und schon findet es sich am Himmel zurecht. Ganz anders aber bei Tage: Dort sieht man im allgemeinen nicht einmal einen Fixstern, mit dem man dem Gerät die Orientierung ermöglichen könnte. Das brachte mich auf den naheliegenden Gedanken, es doch einfach mit terrestrischen Marken in der Umgebung zu bewerkstelligen. Das war aber dann mit derart vielen Fehlversuchen verbunden, dass ich nach einer angemessen langen Zeit, in der ich die Schuld bei meiner vielleicht unzureichenden Sehfähigkeit suchte oder meinte, es könnte der Dunst in der Atmosphäre der Grund für all die vergeblichen Bemühungen sein, dann doch nach anderen Gründen fahndete.

Inzwischen weiß ich, dass das Hauptproblem die exakte "Horizontierung" des Fernrohrs ist. Die am Gerät angebrachte Dosenlibelle suggeriert einem eine vermeintliche Sicherheit, dass wohl alles "im Lot" sein müsse. Ich begann dann aber doch zu rechnen und erkannte, dass die genaue Horizontierung mit den gegebenen "Bordmitteln" nicht ausreicht. Bei Nacht, wo man ja die Sterne gut sieht, ist das alles kein Problem, weil man die zwei Sterne auch ohne Horizontierung schnell mit dem Sucher gefunden hat.

Jetzt glaube ich, dass man dem Problem nur dadurch beikommen kann, dass man die mangelnde Horizontierung durch Anpeilen von Zielen mit bekannten Koordinaten (Azimut und Elevation) misst und durch Rechnung ausgleicht. Dann müsste man die berechneten Koordinaten des gesuchten Sterns mit den so erhaltenen Korrekturen verbessern - und das sollte dann ausreichen. Natürlich gehört dazu auch einiges an Software für die Steuerung des Teleskops über den Laptop, aber das habe ich inzwischen alles schon erledigt und warte jetzt mit Ungeduld auf die Bewährung beim geplanten Einsatz.

Dies will ich also versuchen, brauche dazu aber ca. 48 Stunden garantiert klare Sicht und daran mangelt es jetzt schon viel zu lange Zeit.

Während der vielen Wochen habe ich mich mit meinem Navigationssystem "TravelPilot" beschäftigt und gedanklich mit dem bildgebenden Verfahren der Computertomographie auseinandergesetzt. Die spärlichen Resultate habe ich derweil auf weiteren Seiten im Netz beschrieben, aber das wird vielleicht nur wenige Leute interessieren, die mich wegen der Beschreibung meiner ersten Gehübungen in Sachen Astronomie besuchen.

Ich hoffe aber, dass es in absehbarer Zeit nun doch einmal gelingen wird, mein oben beschriebenes Vorhaben in Angriff zu nehmen. Ich werde dann wieder berichten

und grüße einstweilen recht herzlich,

IO. Labonde

Letzte Aktualisierung: 09.01.2002

Zur letzten Folge

Zur ersten Folge

Zur Homepage