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Messung mit dem Garmin 12XL und einem DGPS-Korrekturdaten-Empfänger. Langwellen-Korrekturdaten-Empfänger (d·BlackBox von WW Com in Flensburg)

Das folgende Diagramm zeigt die Ergebnisse einer Messreihe von 722 Messwerten, die am 4.1.1998 im Verlauf einer Stunde aufgenommen wurden. Dabei wurde alle 5 Sekunden ein Messwert aufgezeichnet. Die Längen- und Breitengrade wurden dann mit eigener Software in Gauß-Krüger-Koordinaten umgerechnet und deren Abweichungen von den Soll-Koordinaten in Metern in der folgenden Grafik festgehalten. Während der Messdauer waren 7 bis 10 Satelliten zu empfangen und es bestand nach allen Richtungen freie Sicht zum Himmel. Auf der Grafik sind aber nicht 722 verschiedene Messpunkte zu sehen, weil - insbesondere auch wegen der erkennbaren Rasterung -  einzelne Werte teilweise über 100 mal wieder aufgetreten sind.


 Die Messanordnung: Ein Garmin GPS 12XL-Empfänger lag in ca 1 Meter Höhe über einem genau vermessenen Punkt. Über die serielle Schnittstelle war er mit einem Langwellen-Korrekturdatenempfänger verbunden, der laufend die Korrekturdaten mit 9600 Baud im RTCM 104-Format an den Garmin-Empfänger übermittelte.

Die entsprechende Einstellung am 12XL war dabei : Inerface, RTCM/NONE, 9600 baud. Die Messwerte streuen über eine Fläche von ca. 50 Quadratmeter. Der Mittelwert aus den Messwerten liegt 1,20 m neben dem Sollort. Die Standardabweichungen betragen für die Rechtswerte betragen ± 1,0 m, für die Hochwerte ± 1,3 m.
 


 
 
 Die erkennbare Rasterung liegt an der begrenzten Auflösung der vom Garmin-Empfänger ausgegebenen Koordinaten.
Zur Erläuterung dieses Befundes eine kurze Überlegung. Es zeigt sich, dass die Track-Files nördliche Breiten in der folgenden Form festhalten :  48° 42,6000´ und als nächst benachbarte Werte dann 48° 42,5996´ und 48° 42,6003´. Das sind tatsächlich bei allen durchgesehenen Beispielen die minimalen verzeichneten Unterschiede der geogr. Breiten in den Track-Files, die vom 12XL aufgezeichnet werden. Die Differenz zwischen solchen benachbarten Werten beträgt also 0,0003 Winkelminuten oder 0,0003/60 Grad, also 5,0 E-6 Grad. Da der Umfang eines Großkreises über die Pole ca. 40000 km beträgt, entsprechen also einem Kreisbogen von einem Grad etwa 110 km und damit obigem Wert von 0,000005 Grad etwa 56 cm. Daher also die oben so auffallende Rasterung von ungefähr 0,6 m ! 

Die beiden folgenden Histogramme zeigen die Häufigkeitsverteilungen der gemessenen  Hoch- und Rechtswerte. 

die Rechtswerte

die Hochwerte

                                                                                                  

Hier die Zahlenwerte für die beiden Histogramme :
 

Rechtswerte

 

Hochwerte

 
Ablage vom Sollwert in Meter Anzahl der Messwerte Ablage vom Sollwert in Meter

Anzahl der Messwerte

-2,55

1

-4,85

5

-2,25

1

-4,55

0

-1,95

0

-4,25

11

-1,65

1

-3,95

0

-1,35

8

-3,65

22

-1,05

7

-3,35

0

-0,75

16

-3,05

29

-0,45

48

-2,75

0

-0,15

123

-2,45

39

0,15

105

-2,15

0

0,45

0

-1,85

112

0,75

175

-1,55

0

1,05

101

-1,25

160

1,35

35

-0,95

0

1,65

11

-0,65

139

1,95

31

-0,35

16

2,25

21

-0,05

58

2,55

14

0,25

0

2,85

0

0,55

59

3,15

9

0,85

0

3,45

7

1,15

36

3,75

7

1,45

0

4,05

0

1,75

29

4,35

1

2,05

0

4,65

0

2,35

7

 
 

Untersuchung der Zuverlässigkeit der Datumtransformation von WGS84 nach Potsdam im 12XL (Softwareversion 2.02)

Vielleicht auch mal einen Blick auf mein "DGPS des kleinen Mannes"

Wollten Sie auch schon immer mal verstehen, wie Navigation mit Hilfe der Sterne geht ?

Dann auf zu meinem Applet "Astronavigation"

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Die letzte Berichtigung dieser Seite erfolgte am 08.01.2002