Nach oben
Die Messanordnung
Erste Ergebnisse
Doch nicht so übel
Schleifenschluss-Test
GK-Koordinaten berechnen
War das schon alles ?
Und die Reproduzierbarkeit ?

Neuerdings auch ohne stundenlanges Warten: Mit einem "RTK-Gerät" und SAPOS®

Vermessung mit GPS-Empfängern.

In meinen Erfahrungsberichten über GPS-Empfänger und deren Messergebnisse wird deutlich, dass die erzielbaren Genauigkeiten für die Bewältigung von Vermessungsaufgaben nicht ausreichen. Dies gilt einmal für reinen GPS-Empfang mit den üblichen Unsicherheiten - heutzutage im Bereich von etwa ± 10 m - wie aber auch bei Mitverwendung von DGPS-Korrekturdaten über den Langwellensender in Mainflingen. Auch bei langdauernden stationären Messungen mit anschließender Mittelwertbildung (mit und ohne Korrekturdaten) bin ich nie zuverlässig unter eine Grenze von ca. ± 2 m gekommen.

Bei Vermessungen mit dem Theodolit sind mir sogar als Fachfremdem typische Genauigkeiten im Bereich von ± 2 cm erreichbar gewesen. Wenn ich dies mit GPS schaffen wollte, müsste ich "geodätische GPS-Empfänger" verwenden, so erfuhr ich bei meinen diesbezüglichen Fragereien. Was mochte das aber wohl heißen ? 

Nun es heißt zunächst, dass man wesentlich mehr Geld ausgeben muss für diese Art von Spielzeug. Dann heißt es aber auch, dass hier ein grundsätzlich anderes Verfahren zur Anwendung kommt, nämlich dass man nicht mit "Code-Messungen" arbeitet (Auswertung über das Prinzip der Kreuzkorrelation) sondern "Phasenmessungen" vornimmt. Davon habe ich nur soviel "aufgeschnappt", dass man wohl die vom Satelliten kommenden Trägerwellen (nach Beseitigen der aufmodulierten Phasensprünge, also des Codes) mit einer im Empfänger erzeugten Referenzfrequenz mischt und "die Phasenlage der dabei auftretenden Amplitudenschwankungen" auswertet. Nun, für mich wird dieses Mess-Prinzip leider, ebenso wie der ganze Empfänger, ein ungelöstes Rätsel bzw. ein "schwarzer Kasten" bleiben müssen. Aber man muss ja auch nicht unbedingt das Innenleben eines Fernsehers verstanden haben, um erfolgreich fernsehen zu können. 

Was mich mehr umtrieb, war die Frage, welchen Erfolg eigene Versuche mit 3 Empfängern dieser Art  haben würden. Wenn auch Sie sich für dieses Thema interessieren, können Sie sich ja mal die Berichte ansehen, die ich am linken Rand aufgelistet habe. 

Seit einigen Wochen benutze ich nun ein GPS-Gerät, das es gestattet, in weniger als einer Minute eine Positionsbestimmung durchzuführen. Diese sog. "Real Time Kinematik (RTK)"-Messungen sind mit einem einzigen Empfänger möglich, wenn man sich über Handy eine "Virtuelle Referenz Station (VRS)" in der Nähe der Messstelle berechnen lässt. Der eigene Empfänger errechnet dann seine Position aus den Differenzwerten dX, dY und dZ relativ zu den Kartesischen Koordinaten (X,Y,Z im System ETRS89) dieser vom Handy gelieferten virtuellen Station. Aus den Kartesischen Koordinaten werden danach im Gerät über eine Koordinatentransformation die Lage in Gauß-Krüger-Koordinaten und die Höhe als NN-Höhe berechnet und auf dem Display angezeigt. Es ist klar, dass ich meinen Erfahrungen mit dieser Technik in Form eines eigenen Berichtes aufgeschrieben habe.

Die Seite wurde erstellt am : 7.01.2001

Letzte Aktualisierung : 15 .08.2005