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Übung macht den Meister - auch bei der Gewinnung von Helmert-Parametern. Das
Verfahren wird mit Hilfe "virtueller" identischer Punkte exerziert. Auf dieser Seite möchte ich Ihnen zeigen, wie man im Zusammenspiel zweier Applets das Vorgehen einüben kann. Zunächst sucht man sich etwa 10 bis 20 gleichmäßig verteilte Punkte im betreffenden Bundesland - etwa auf einer Karte mit "kleinem" also wenig auflösendem Maßstab zusammen. Dabei kommt es nicht darauf an, dass die geografischen Koordinaten dieser Punkte in hoher Auflösung notiert werden oder ob sie im WGS84- oder Potsdamdatum gemeint sind, sondern wichtig ist nur die gleichmäßige Verteilung über das betrachtete Gebiet hinweg. Für diese Übung bietet sich Baden-Württemberg deswegen an, weil ich für diese Gegend "gute" Parameter in meinem Applet zur Koordinatentransformation von WGS84- nach Potsdamdatum schon vorgegeben habe. Ich habe mir z.B. folgende 15 Punkte in BW ausgesucht:
Hier möchte ich Sie aber durchaus zu einer noch besseren (gleichmäßigeren) Verteilung Ihrer eigenen Punkte ermuntern. Jetzt kann mittels des ersten Applets mit der Erzeugung der Kartesischen Koordinaten für die ausgesuchten Punkte begonnen werden. Man trägt dazu in die beiden Textfelder links oben nacheinander für alle Punkte die Breite und Länge in Dezimalwerten (mit deutschem Komma) ein und definiert sie damit stillschweigend als WGS84-Werte. Als Höhe im dritten Textfeld müsste man eigentlich die zugehörige (WGS84)-ellipsoidische Höhe eintragen. Es genügt aber wegen des an anderer Stelle diskutierten nur sehr geringen Einflusses der Höhenwerte, einfach eine mittlere Höhe - sagen wir von 200 m dort einzutragen und diese für alle nachfolgenden Punkte gelten (stehen) zu lassen. Jetzt wird der grüne Button "Berechnen" angeklickt und so die interessierenden Kartesischen Koordinatenwerte (X,Y,Z) für beide Systeme (WGS84 und Potsdam) für den Punkt erzeugt. Diese Werte kann man sich per "Drag and Drop" aus den jeweiligen drei Textfeldern über die Zwischenablage in einen Texteditor holen und dort die Textdatei in der erforderlichen Formatierung leicht erzeugen. Es ist lediglich darauf zu achten, dass die mitkopierten Dezimalkommata durch Dezimalpunkte zu ersetzen sind. Natürlich wird man nach der Berechnung je eines neuen Punktes die beiden Zeilen für den 1. Punkt (und die folgenden dann ebenso) unmittelbar untereinander erzeugen und für die weiteren Punkte jeweils die WGS84-Zeile dazwischensetzten und die Potsdamzeile unten anfügen. Statt noch längerer Erklärung hier einfach meine so erstellte Textdatei als Muster:
Also: Erste Zeile ein beliebiger Kommentar. Zweite Zeile zweimal die Anzahl der gewählten Punkte (hier also zweimal 15). Die 15 folgenden Zeilen enthalten nach der Punktnummer jeweils die X-, Y- und Z-Koordinate des betreffenden Punktes im WGS84-System. Die nachfolgenden 15 Zeilen zeigen dann, wieder zuerst die Punktnummer und dann die X-,Y- und Z-Koordinate - jetzt aber im Potsdam-System. Zur Verdeutlichung der beiden Datenabschnitte habe ich hier die Zeilen für den Punkt 1 durch Fettdruck hervorgehoben. Zu beachten ist, dass vom Applet keine Leerzeile zwischen beiden Abschnitten akzeptiert wird. Jetzt also zur beschriebene Erzeugung der "identischen" Punkte. Sie geschieht nun mit dem ersten Applet: Pr1.Applet1.html. Dabei wird entweder gleich die Erstellung und Beschickung der Daten-Textdatei mit einem Texteditor bewerkstelligt, oder es werden die vielen Werte auf einem Zettel notiert. Hierbei muss man sich dann aber vor Zahlendrehern und sonstigen Flüchtigkeitsfehlern hüten. Vom Zettel sind danach aber die Daten nochmal in die Daten-Textdatei zu übertragen. Diese wird unter einem freigewählten Dateinamen, z.B. "VirtPkrDat.txt" abgespeichert. Aus der so erstellten Text-Datei kopiert man den Inhalt in die Zwischenablage und überträgt sie in das obere Textfenster des zweiten Applets. Über die Schaltfläche "Berechnung starten" werden danach die Transformationsparameter gewonnen. Wie gut dies in meinem Fall geklappt hat zeigt die folgende Gegenüberstellung der berechneten mit den bei der Generierung der virtuellen Koordinaten vorgegebenen Helmertparametern:
Auch die Parameter rot-X, rot-Y und rot-Z stimmen nach der Umwandlung ins Bogenmaß (Einheit rad) mit den gefundenen sehr gut überein.... Wie die folgenden Restklaffungen (in Meter) ausweisen ist an der Qualität der erzeugten Helmert-Parameter nicht zu zweifeln:
Nach der Anleitung ist es jetzt Zeit für den Auftritt des 2. Applets zum Experiment mit Ihren Daten: Trafo0.Applet1.html
Diese Seite wurde erstellt am 1.12.2003 Letzte Aktualisierung : 4.12.2003 |